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Uwe Steinmetz: U-Musik (25.07.2010)
Jazzmusik auf hohem Niveau
Vier ausgezeichnete Musiker haben leider nur wenigen Zuhörern am Sonntag ein brillantes Jazz-Konzert im Bremervörder Ludwig-Harms-Haus beschert. Mit dem erstklassigen Saxophonisten Uwe Steinmetz trat ein Sohn der Ostestadt wieder einmal in seiner Heimat auf. „Uwe Steinmetz‘ U-Musik” lautete das Motto des Konzerts. Und für musikalische Unterhaltung allererster Güte sorgten die vier Musiker allemal. Es waren ausnahmslos Eigenkompositionen von Uwe Steinmetz, mit denen das Quartett eindrucksvolle Kostproben instrumental ausgefeilter Arrangements zum Besten gab. Mit „Promise” eröffneten die vier Musiker ihre Aufführung. Uwe Steinmetz hat sein Stück so betitelt, weil das englische Wort „Promise” sowohl „Versprechen” als auch Verheißung” bedeutet und damit das Spektrum seiner Aussagekraft entscheidend erweitert.

Seit langem ist Uwe Steinmetz als brillanter Saxophonist bekannt. Der gefragte Instrumentalist ist zum Beispiel im vergangenen Jahr in Indien aufgetreten. Und in diesem Jahr lieferte er unter anderem bereits Kostproben seines Könnens in den USA, in Portugal, England und in der Schweiz ab. Im Ludwig-Harms-Haus erläuterte er am Sonntag alle Titel des anspruchsvollen Repertoires. Das Quartett spielte Stücke, die überwiegend bekannten Jazzmusikern gewidmet waren. Darunter war zum Beispiel ein Arrangement, das an den Saxophonisten Wayne Shorter erinnerte. Aber Steinmetz hat auch seinen Lehrer Georges Russell, einem bekannten Schlagzeuger und Komponisten, bedacht. Mit „Both sides now” dagegen wollte das Quartett an Joni Mitchell erinnern. Steinmetz erklärte auch, was gut Jazzmusik ausmacht: Es gebe keinen richtigen „Star” innerhalb einer Instrumentalformation. Wichtig sei vielmehr ein optimales Zusammenspiel. Nur so könne ein Quartett musikalisch funktionieren und entsprechend kommunizieren, sagte der heute in Berlin lebende Künstler. Im Augenblick arbeite er mit der gleichen Formation, mit der er am Sonntag die Zuhörer in seiner Heimatstadt begeisterte, an einer neuen CD. Insgesamt ist Uwe Steinmetz inzwischen bereits auf zehn Tonträgern zu hören. Die hochkarätigen Mitstreiter von Uwe Steinmetz waren Carsten Daer am Klavier, der Bassist Andreas Edelmann und Schlagzeuger Danny Schroeter. Sie liefen ebenfalls zur Hochform auf, spielten „African River” zum Finale, wurden mit lang anhaltendem Beifall der Zuhörer belohnt und natürlich nicht ohne Zugabe („Abschied”) von der Bühne entlassen. (Text/Fotos: Bremervörder Zeitung vom 27.07.10)
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