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Besuch der Ausstellung „Erich Heckel: Vom Aquarell zum Gemälde” in der Kunsthalle Emden am 26. September 2010

Heckel: Dem stillen Expressionisten in Emden auf der Spur

Zweite KulTour bei richtigem Museumswetter: Bremervörder Kultur- und Heimatkreis lud zum Besuch der Ausstellung „Vom Aquarell zum Gemälde” ein

GruppenbildRichtiges Museumswetter: Während ein Dauerregen auf Emden niederprasselte, genossen die Bremervörder Kulturfreunde in der Emdener Kunsthalle die Werke vom Erich Heckel.

Die zweite KulTour des Bremervörder Kultur- und Heimatkreises hat die Kunstfreunde mit dem Bus nach Emden in die Kunsthalle zur Sonderausstellung „Erich Heckel – vom Aquarell zum Gemälde” geführt.

In der Kunsthalle erwartete die Kunstinteressierten aus Bremervörde dann eine Führung durch die Bilderwelt Erich Heckels, des stillen Expressionisten und Mitbegründers der Künstlergruppe „Die Brücke”. Aus seinem Nachlass, den seine Frau Siddi dem Brückemuseum zur Verfügung gestellt hatte, zeigt die Emdener Kunsthalle 75 Aquarelle aller Schaffensperioden Heckels.

„Den Aquarellen werden 25 Ölbilder des Malers gegenüber gestellt. Heckel skizzierte seine Bilder, ob Personen, Stillleben oder Landschaften, mit Bleistift oder auch Kreide auf Papier und übermalte sie anschließend mit Aquarellfarben, denen – untypisch für diese Maltechnik – teilweise auch Deckweiß beigemischt war, berichtet Barbara Oppermann, die die Fahrt mit Almute Anglada- Lemkau organisiert hat.

Heckel bezeichnete diese Aquarelle als seine „Bildnotizen”, sie sind aber bereits vollständig „komponiert” und stellen ein fertiges Kunstwerk dar. Meist folgte diesen „Notizen” aber ein Ölbild, manchmal fast identisch in Aufbau und Farbe, manchmal jedoch erheblich verändert. Auffällig ist, dass die Aquarelle lebendiger wirken, während die Ölbilder sehr viel statischer erscheinen.

Zum 40. Todestag des Expressionisten Erich Heckel (1883 bis 1970) richtet die Kunsthalle die große Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Brücke-Museum Berlin aus. Erstmals steht die künstlerische Arbeitsweise Heckels im Mittelpunkt einer Ausstellung, ein bislang kaum untersuchter Aspekt im Schaffen des Malers.

„Im Gegensatz zur ersten KulTour im März nach Bremen war der Reisegruppe das Wetter diesmal weniger gewogen, es regnete fast ununterbrochen”, erinnert sich Barbara Oppermann an die Fahrt auf Heckels Spuren. So wurde von den wenigsten Tourteilnehmern der Ausflug genutzt, im Anschluss an den Besuch der Sonderausstellung die Innenstadt von Emden zu erkunden. Doch lud nicht nur das gemütliche Restaurant und Café zu einem Imbiss ein, sondern bot auch die Emdener Kunsthalle, eine Gründung des ehemaligen Sternherausgebers Henri Nannen, so viele sehenswerte Exponate aus der Zeit des Expressionismus bis in die Gegenwart, dass die Zeit für einen Emden-Rundgang sowieso kaum gereicht hätte. (Text und Foto: Bremervörder Zeitung/Sonntags Journal vom 03.10.10)