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Gemeinschaftsausstellung: Ludmilla Schalthoff - Merten Sievers (11.04. - 09.05.10)

Verschlungene Wege im Anderssein -
Merten Sievers und Ludmilla Schalthoff präsentieren ihre Werke im Bachmann-Museum

Sie sind sehr verschieden in ihrer Kunst und doch verbindet sie die Faszination am Experiment. Merten Sievers und Ludmilla Schalthoff erzeugen durch Vermischung und Verwendung unterschiedlichster Techniken und Materialien eine Darstellungsbreite, die die Wahrnehmung von Kunst sprichwörtlich „auf den Kopf zu stellen vermag“. Die außergewöhnliche Ausstellung mit dem Titel „Ansichtssachen“ der Arbeitsgruppe „Kunst an der Oste“ im Kultur- und Heimatkreis wird vom 11. April - 9. Mai zu sehen sein und wartet zum Auftakt gleich mit einer Führung des Kunsthistorikers Peter Petersen auf.

 

Foto Merten Sievers

Merten Sievers, 1945 geboren in Stadthagen (Bückeburg), nahm Ende der 60er Jahre ein Studium der Freien Kunst und Kunstpädagogik an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig auf. Seit 1974 ist der Künstler als Lehrer in den Fächern Kunst und Werken an einem Gymnasium in Bremen tätig. Gleichzeitig widmet sich Merten Sievers jedoch sowohl intensiv seiner Kunst und erhält in den Jahren 1979-1982 eine freie Lehrtätigkeit an der Universität Bremen. Künstlerisch ist Sievers seit 1981 in diversen Einzelausstellungen in Norddeutschland präsent und zeigt dabei eine große Bandbreite verschiedenster Maltechniken vom Pastell bis zur Radierung. Sein Interesse gilt heute vor allem der Computergrafik sowie der Verbindung von Fotografie, traditioneller Malerei und Computer-Bildbearbeitungstechniken.

Ludmilla Schalthoff

Ludmilla Schalthoff, 1937 geboren in Gelsenkirchen, lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Neuenkirchen. Nach einem Germanistik- und Geschichtsstudium an der Universität Münster erhielt die Künstlerin eine private künstlerische Ausbildung u.a. durch Tisa von Schulenberg, Marie-Louise von Rogister sowie Pierre Weber, Dozent an der Europäischen Kunstakademie in Trier. Ludmilla Schalthoffs Werke spiegeln eine große Vielfalt unterschiedlichster bildnerischer Gestaltungstechniken wieder. Neben dem Material Ton begeistert die Künstlerin vor allem das Holz für ihr künstlerisches Schaffen. Mittels neuer Techniken und der Übernahme von Elementen aus der Malerei kreiert Ludmilla Schalthoff mit ihren Holzdruckarbeiten eine neue bildnerische Form.

Beide Künstler, stehen persönlich schon seit langem in einem regen Austausch und haben dabei gelernt, das Anderssein des künstlerischen Gegenüber zu respektieren. Durch das gemeinsame Interesse am Experiment verknüpfen Sievers und Schalthoff Zusammenhänge, die scheinbar weit auseinander zu sein scheinen. Während Merten Sievers „mit dem Computer malt“, variiert, spiegelt, Montagen und rhytmische Strukturen entstehen lässt, spielt Ludmilla Schalthoff mit neuen Techniken an klassischen irdenen Materialien wie Ton und Holz. „Kunst ist künstlich“ oder aber „die Kunst gewordene Natur“ bietet einen ungewöhnliches und spannungsgeladenes Wahrnehmungsspektrum, das jeweils Di-So von 14 h - 17 h bestaunt werden kann. Durch die Ausstellung führt Herr Peter Petersen am 11. und 25. April jeweils um 14.00 h.


Vernissage am 11.04.10

Die Premiere ist gelungen

„Kunst an der Oste“ - Ausstellung Ludmilla Schalthoff und Merten Sievers eröffnet

Foto Merten Sievers Corinna Cordes (von rechts), Hedi Dankowski und Christoph Wilhelm, das neue Team von „Kunst an der Oste“ präsentiert die Werke der Künstler Ludmilla Schalthoff und Merten Sievers.

Es war eine gelungene Premiere für das neue Team von „Kunst an der Oste“ im Kultur- und Heimatkreis Bremervörde. Mit der Vernissage zur neuen Gemeinschaftsausstellung der Werke von Ludmilla Schalthoff und Merten Sievers haben Corinna Corde, Hedi Dankowski und Christoph Wilhelm gezeigt, dass die Bremervörder Kunstfreunde nach der Verabschiedung von Almute Anglada-Lemkau nicht fürchten müssen, in ein tiefes Loch zu fallen. Auf die hohe Kunst der mitreißenden Kunstvermittlung verstand sich die Laudatorin des Abends: Britta Petersen. Nach der Begrüßung durch Corinna Cordes und den einfühlsamen Klängen des Jazzpianisten Johannes Bahlmann führte die Kunsthistorikerin in das Werk von Schalthoff und Sievers ein, die auf den ersten Blick nur die Lust am Experiment verbindet. (...)

„Die Heterogenität diese Ausstellung eröffnet spannende Wahrnehmungsfelder von enormer technischer wie inhaltlicher Spannbreite. Schon lange stehen Ludmilla Schalthoff und Merten Sievers in einem fruchtbaren künstlerischen Austausch. Die gemeinsame Ausstellung zeigt die jeweils eigene Prägung der künstlerischen Sprache“; sagte Petersen.
„In den Techniken Holz- und Linolschnitt, Zeichnungen, Malerei und Keramik erarbeitet Schalthoff eine Vielfalt formaler Ausdrucksmöglichkeiten.“

Foto Britta PetersenMacht Lust auf die Begegnung mit der Kunst: Britta Petersen bei ihrer höchst lebendigen und gestenreiche Einführung in das Werk der beiden Künstler.

Die präsentierten Ausschnitte verschiedener Werkphasen und Serien demonstrieren nach Einschätzung Petersens die graphische und bildhauerische Spannbreite der experimentierfreudigen Künstlerin. In ihren zweidimensionalen Arbeiten entdeckte die Kunsthistorikerin „wiederholt den Rhythmus aller Elemente untereinander“, der zu einem entscheidenden Faktor ihrer Kunst führe: „Dynamik und Bewegung“. (…)

In Merten Sievers` künstlerischem Universum spielt dagegen seit längerer Zeit die Computergrafik eine tragende Rolle. Innerhalb der Erarbeitung virtueller Bilder stellen Malerei, Fotografie und Graphik eine wichtige Grundlage dar. Oder mit anderen Worten: „Malen mit dem Computer“, wie es der Künstler selber auf den Punkt bringt.

„Innerhalb der noch relativ jungen Computergraphik hat Sievers eine eigene Technik entwickelt. Er verbindet und modifiziert Elemente diverser malerischer Vorlagen mit Fotografie. Aus diese Weise schafft er virtuelle, illusionäre Räume mit ‚realistischen’ Elementen und wiedererkennbaren Zeichen“, sagt Petersen. Eindringlich entwickelete Sievers nach Einschätzung der Laudatorin „Brücken zwischen tradierter Malerei, Bremer Straßenkunst, privater – oft gefundener Fotografie, Piktogrammem und anderer Fundstücke“. (Text / Foto: Bremervörder Zeitung v. 13.04.10)

Ein Blick in die Ausstellung...

(Ein Maus-Klick auf eines der Bilder öffnet die Bildergalerie)

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