„Piotr Sonnewend - Zeichnungen und Grafiken” (20.04. - 12.05.08)![]() Piotr Sonnewend - Maler, Grafiker und Bühnenbildner Er wurde 1953 in Poznan/Posen (Polen) geboren und studierte an der Kunstakademie Posen Malerei, Grafik und Bildhauerei. Zusätzlich absolvierte er ein Praktikum im Fach Bühnenbild am Szajna Studio Theater, Warschau. 1981 übersiedelte er in die Bundesrepublik Deutschland. über die Stationen Berlin, Schöppingen gelangte er nach Legden, wo er seit 1997 lebt. Er ist tätig als Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Inszenator von Performances u.ä. Weiterhin lehrt er an den Kunstakademien in Posen und Danzig (Zeichnen und Lithographie) sowie an der Universität- Gesamthochschule Paderborn. In den Niederlanden betreut er Studentenprojekte an der Kunstakademie Enschede (AKI). In zahlreiche Ausstellungen, u.a. in Posen, Warschau, Krakau, Sofia, Lüttich war er vertreten; seit 1981 verstärkt in Westdeutschland, den Niederlanden und Italien. Seine Werke sind im Besitz der Nationalmuseen Posen und Brüssel, des Rubens-Museums Siegen und verschiedener städtischer Galerien in Belgien, Polen und der Bundesrepublik Deutschland. Skulpturen und Objekte sind in Schöppingen, Heek-Nienborg und Ahaus (Kunstroute) ausgestellt. Schwerpunkte seiner künstlerischen Interessen liegen im Bereich von Zeichnungen und Lithographie, Bühnenbild und Performance. In seinen zweidimensionalen Arbeiten entwickelte er, die spezifischen Eigenschaften von Material und Technik nutzend, reich differenzierte Bildflächen feinster grafischer Strukturen und monochromer Farbigkeit. Er ist Preisträger in vielen Zeichen- und Grafikwettbewerben. Vernissage am 19. April 2008: „Der Tragödiendichter unter den Zeichnern”![]() Almute Anlada-Lemkau begrüßt die zahlreichen Gäste. „Ich nehme die wachsende und immer ernsthafter werdende Radikalität seiner Weltsicht und seines Werkes staunend zur Kenntnis”, sagte Schröer in seiner Einführung. In seinen Arbeiten schabe Sonnewend „das Licht seiner Rembrandschen Welterkenntnis durch das polierte Schwarz in das absolute Weiß des Papiergrundes.” Er gehe „dem Licht auf den Grund”. Erst das weißeste Licht bringe das schwärzeste Schwarz hervor. ![]() Laudatio durch Ralfraffael Schröer Schröer: „Helldunkel-Mischungen modellieren Gesichterreste, Gliedmaßenbruchstücke, Körperpositionen und Gegenstandsfragmente in Entfremdungsprozessen so plastisch, als wären sie dreidimensional.” Kritiker deuteten Sonnewends Arbeitsstil als „Hinwendung zu etwas ikonenhaft Heiligen.” Sein aggressives Vorgehen, das Lichtmaterial auszureißen, am Ende des Lichts selber ankratzen, dass das Weiß schreie bis es so hell, so gleißend werde, dass es blende, erzeuge das totale Graphitschwarz. Ein Blick in die Ausstellung ...(Ein Maus-Klick auf eines der Bilder öffnet die Bildergalerie) |