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Wie sieht ein Fremder die Stadt mit Künstleraugen? Ein Stipendium ermöglicht diese Erfahrung. Für einen festen Zeitraum lebt und arbeitet ein bildender Künstler in der Ostestadt, öffnet sein Atelier und erstellt eine Ausstellung samt Katalog. Dieses Bremervörder Projekt hat der Kultur- und Heimatkreis e.V. 2007 mit dem Münchener Maler Christoph Drexler wieder aufgegriffen und in Kooperation mit der Stadt und zahlreichen Sponsoren realisiert. Diese Tradition soll 2010 und gerne auch in den nächsten Jahren weiter bestehen.
Zuvor hat es bereits folgende Stadtmaler in Bremervörde gegebenen, denen die Stadt die Möglichkeit eröffnete, während eines mehrwöchigen, finanziell geförderten Aufenthalts ihre Eindrücke künstlerisch umzusetzen:
- 1990: Ernst Heckelmann / München
- 1992: Simon Dittrich / Stuttgart
- 1993: Werner Maier / München
- 1995: Dr. h.c. Heinrich Olmes / Emlichheim
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Angela Smets (2. August - 12. September 2010)
Die ersten Striche in Bremervörde: Angela Smets hat für den BZ-Fotografen kurz zum Pinsel gegriffen. Die künstlerische Handschrift der passionierten Landschaftsmalerin ist erkennbar.
„Der Himmel ist anders hier“
Nur auf den ersten Blick hat sich in der ehemaligen Liborius-Apotheke nicht viel geändert. Überall liegen Tuben. Doch besteht der Inhalt nicht aus heilenden Salben und Cremes, sondern aus Farben. Angela Smets, die neue Bremervörder Stadtmalerin, hat ihr neues Atelier bezogen. Bürgermeister Eduard Gummich begrüßte die Münchener Künstlerin mit einem Blumenstrauß im Rathaus. Die Landschaftsmalerin ist gespannt auf die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Vörder Land. „Das Blau des Himmels ist hier ganz anders als im Süden“, berichtete sie von ihren ersten Eindrücken, die sie jetzt verarbeiten möchte. Darauf gespannt ist vor allem die „KuH-Arbeitsgruppe Stadtmaler“, bestehend aus Georg Tretzmüller, Adolf Heise und Wolfgang Berkefeld, die das in der Region einzigartige Projekt mit Hilfe von Sponsoren ermöglicht haben. Es ist zu einer guten Tradition geworden, dass Künstler aus dem Süden der Republik das Vörder Land mit ihren Augen auf die Leinwand bannen. Zum Konzept gehört überdies, dass die Bevölkerung, nicht zuletzt Schulklassen, das Gespräch mit der Künstlerin im Atelier suchen können. (Text/Foto: Bremervörder Zeitung (Thomas Schmidt) v. 05.08.2010)
Mehr über die Künstlerin und ihrem Aufenthalt in Bremervörde erfahren Sie auf ihrer Internetseite: www.angela-smets.de/blog
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Christoph Drexler (1. September - 14. Oktober 2007)
Bremervördes Stadtmaler Christoph Drexler in seinem Atelier (Foto: BZ)
Christoph Drexler, 1955 in Eichstätt geboren, lebt und arbeitet in München. 1977-83 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Horst Sauerbruch. Seit 1982 ist er Mitglied der Münchener Secession. Er bekam Stipendien, u.a. von der Stadt München, vom Freistaat Bayern sowie der Emil Freiherr Marschalk von Ostheim'schen Stiftung Bamberg. Weitere Anerkennung erhielt er mit Förderpreisen und Förderankäufen. 2002 wurde ihm der Nymphenburger Kunstpreis für Malerei verliehen. Mit Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen ist er regelmäßig präsent. Einige seiner Arbeiten befinden sich in öffentlichen Sammlungen, u.a. in der Sammlung des Deutschen Bundestages, Berlin, im Bayerischen Wirtschaftsministerium und in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Anlässlich des Aufenthalts in Bremervörde wurde ein Katalog mit den in Bremervörde entstandenen Bilder veröffentlicht.
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